Die Entstehungsgeschichte der Guggenmusik Chräieschränzer...
Alles begann im Jahre 1990 am Buureball in Egerkingen. Dieser traditionelle Ball war noch so ziemlich der einzige Anlass, an welchem aus fasnächtlicher Sicht etwas lief. Wie es der Zufall so wollte, trafen sich die späteren Gründer Franz Fischer, Paul Schöni, Urs Fischer und Dieter Kölliker an der Bar zu einem Bierchen. Bei höchst klarem Kopfe fanden die vier, dass die Fasnacht in Egerkingen nach einer Riesenportion Aufschwung verlangte. So kam man auf die Idee, eine Guggenmusik zu gründen. An der ersten Sitzung entschied man sich aus taktischen Gründen, nicht einen Club, sondern einen Verein zu gründen. Ebenfalls wurde an diesem Abend der Name Chräieschränzer vom Vorstand angenommen. Tja, nun hatte man einen Verein, einen dazugehörigen Vorstand, einen passenden Namen, aber noch keine Vereinsmitglieder. Aktive Mitgliederwerbung war angesagt. Dies war einfacher gesagt als getan! Versuche einmal Mitglieder zu finden, wenn du ihnen sagen musst, dass du gar keine hast!!! Doch unsere Gründer waren nicht auf die Nase gefallen und sagten jedem Interessenten, dass sie bereits schon zwischen 15 und 20 Bewerbern hatten. Dies klang für manche zufrieden stellend und so konnte man bis zur Orientierungsversammlung am 12. April 29 Fasnachtsbegeisterte zusammentrommeln. In einem Punkt waren alle Anwesenden der selben Meinung: Man wollte die Egerkinger Fasnacht mit der Gründung der Guggenmusik reaktivieren. Am 1. Juni hielt man bereits die erste Guggen-Probe ab. Unter der Leitung von Stefan Sury studierte man folgende Stücke ein:
Fasnachtsmarsch Muss i denn zum Städtele hinaus Wer soll das bezahlen Baby Elefant Walk Kreuzberger Nächte Negerbegräbnis O wenn der Senn Oltner Resi Rock In Zaire Zillerthaler
Weil man an der Fasnacht eine närrische Tracht braucht, musste man auch dafür besorgt sein. Das erste Kostüm erwarb man von der Sörchlegugge aus Trimbach.
11.11. Fasnachtsbeginn:
Trotz schlechtem Probenbesuch (meist nur 30-35%), schlechter Witterung und extrem grosser Nervosität, gaben die Chräieschränzer nach nur 12 Proben ein Platzkonzert auf dem Metzgerplatz. Zur allgemeinen Überraschung kamen rund 100 Zuhörer an diesen Anlass. Jedermann wollte doch wissen, wie diese neue Guggenmusik tönt. Sogar den Gemeindepräsidenten durfte man begrüssen. Durch diesen Anlass neu motiviert, bereitete man sich auf die Fasnacht 1991 vor, welche am 6. Februar mit dem Naarechlapf begann. Hauptaktivität war der Chräieball, welcher von der Guggenmusik organisiert und durchgeführt wurde. Nach dieser sehr gut gelungenen Fasnacht war es allen klar...
DIE EGERKINGER FASNACHT LEBT!!!
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